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Die "dramatische Abnahme des Dauergrünlands" wird von der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen kritisiert. Die Grünlandfläche in Deutschland ist von 2003 bis 2007 um rund 154.00 ha auf 4,87 Mio. ha zurückgegangen, was einer Abnahme um 3,1 Prozent innerhalb von vier Jahren entspricht. Das teilte die Bundesregierung in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen-Partei mit.

"Diese Entwicklung ist Ausdruck des derzeitigen Intensivierungsschubs infolge des Booms bei der Nachfrage nach Agrargütern", stellte Cornelia Behm, agrarpolitische Sprecherin der Grünen fest. Ein Ende des Trends zum Grünlandumbruch sei nicht abzusehen. Aus Sicht des Naturschutzes und der Klimapolitik sei dies dramatisch. Zum einen trage Dauergrünland zur biologischen Vielfalt bei. Zum anderen werde nach dem Grünlandumbruch ein erheblicher Teil des im Boden gespeicherten Kohlenstoffs in die Atmosphäre freigesetzt. Damit leiste die landwirtschaft einen Beitrag zum Klimawandel, kritisiert Behm. Daher sollte der Grünlandumbruch gestoppt werden, fordert sie. (ED)

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