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Nach dem trockenen Sommer im vergangenen Jahr haben sich viele Landwirte Sorgen gemacht, ob sie mit dem vorhandenen Grundfutter über den Winter kommen. In den meisten Regionen ist die Versorgung nach einer Umfrage der Agrarzeitung Ernährungsdienst weitgehend gesichert. Die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein verfügt noch über ausreichende Mengen an Grundfutter. Im nördlichen Schleswig-Holstein sind die Erntemengen an Mais und Grassilage im vergangenen Jahr gut ausgefallen. Im mittleren Schleswig-Holstein, besonders auf den Geeststandorten, und auch im südlichen Teil dagegen wird das Grundfutter eher knapp. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Situation ähnlich. Im nördlichen Küstenstreifen gibt es ausreichende Mengen an Raps- und Maissilage, auf den leichteren Standorten werden die Grundfuttermengen eher knapp.

In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ist genug Grundfutter vorhanden. Offensichtlich konnte wegen der frühen Kenntnis der zu bewältigenden Schwierigkeiten ausreichend reagiert sowie auf noch vorhandene Vorräte zurückgegriffen werden. In Brandenburg dagegen sind die Grundfuttervorräte äußerst knapp, da durch das Elbehochwasser im Jahr 2002 keine Futterreserven angelegt werden konnten, auf die die Landwirte jetzt zurückgreifen können. In der Region Bremen/Weser-Ems werden die Landwirte mit ihren Futtervorräten auskommen. Viele Landwirte konnten zunächst auf Futterreserven aus dem Jahr 2002 zurückgreifen. Auch in Nordrhein-Westfalen und im Rheinland ist die Versorgung ausreichend. Abgesehen von ganz leichten Standorten haben sich insbesondere die Maisbestände wieder regeneriert. Auch der vierte Grasschnitt sei ordentlich ausgefallen.

Im Südwesten hat sich die Lage im Laufe des Winters entspannt. Die Landwirte haben ihre Rationen gestreckt oder Grundfutter innerhalb der Landwirtschaft gehandelt. In Bayern ist die Versorgung von Region zu Region sehr unterschiedlich. In Nordbayern sind die Vorräte an Raufutter bereits arg geschrumpft. Dies kann angesichts der zum Teil extrem niedrigen Erträge beim Grünland mehr aber noch beim Mais kaum verwundern. Vor allem fränkische Milchviehbetriebe mussten bereits im vergangenen Herbst überregionale Zukäufe in größerem Umfang tätigen. Im östlichen Oberbayern, aber auch in einigen Regionen Niederbayerns, sind die Futtervorräte ebenfalls recht begrenzt. Ganz anders werden die Verhältnisse im Allgäu beschrieben, wo hohe Erträge bei Gras und Mais erzielt worden sind, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. (ED)

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