1

Eine Reform der Bewertung des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens durch die Grundsteuer, die zu Mehrbelastungen für die Land- und Forstwirte führt, lehnt der Deutsche Bauernverband (DBV), Bonn, ab. Dies hat DBV-Präsident Gerd Sonnleitner dem Vorsitzenden der Finanzministerkonferenz, dem rheinland-pfälzischen Finanzminister Gernot Müller, in einem Schreiben deutlich gemacht. Nach dem von einer Länderarbeitsgruppe erarbeiteten Entwurf einer Gesetzesinitiative soll das Bewertungsverfahren für die Grundsteuer komplett umgestaltet werden. Damit werde, wie Sonnleitner feststellte, "fundamental in die bisherige Einheitsbewertung im landwirtschaftlichen Bereich eingegriffen und die Belange der Land- und Forstwirtschaft grob vernachlässigt". Insbesondere die Umstellung auf eine Flächenbewertung und die damit einhergehende Nutzerbesteuerung für die Grundsteuer A sowie die Verschiebung der Wohn- und Wirtschaftsgebäude zur Grundsteuer B würden zu erheblichen Mehrbelastungen führen. Gerade land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit großen Hof- und Gebäudeflächen vor allem in Randlagen von Ballungsgebieten mit überdurchschnittlichen Bodenpreisen würden steuerlich erheblich stärker belastet. Aus Sicht des DBV sollte daher am bisherigen Verfahren zur Grundsteuer festgehalten werden.(ED)
stats