Deutsche Landwirte können sich künftig besser vor Wetterextremen schützen. Die Regierungskoalition einigt sich auf einen einheitlichen Steuersatz für Mehrgefahrenversicherungen.

Wie die CDU/CSU-Bundestagsfraktion heute mitteilt, sollen Mehrgefahrenversicherungen für Elementarschäden in der Landwirtschaft, dem Garten- und Weinbau künftig mit 0,3 Promille auf die Versicherungssumme besteuert werden. Im Gegenzug wird der Steuersatz für die Hagelversicherung von 0,2 auf 0,3 Promille angehoben. Eine entsprechende Gesetzesänderung wurde heute im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen.

Bislang wurde ausschließlich die Hagelversicherung mit einem ermäßigten Steuersatz von 0,2 Promille auf die Versicherungssumme begünstigt. Andere Risiken wie Frost oder Starkregen mussten mit 19 Prozent auf die Versicherungsprämie versteuert werden.

Auf Grund zunehmender Schäden durch Wetterextreme hatten sich zuvor bereits der Bundesrat und der Deutsche Bauernverband dafür ausgesprochen, den niedrigen Steuersatz auch auf andere Risiken anzuwenden. (sch)

stats