Günstigere Prognose für das laufende Agrarwirtschaftsjahr

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Die Gewinne der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe im Wirtschaftsjahr 1998/99 sind um durchschnittlich 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 53.457 DM gesunken. Dies teilte Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke in seiner Vorstellung des Agrarberichtes 2000 heute in Berlin mit. Er nannte die niedrigen Schlachtschweinepreise, die im November 1998 auf einem Tiefststand von 1,55 DM/kg SG lagen, als Grund für die Gewinnenbußen. Allerdings erzielten die Unternehmen auch für Getreide und in der Schlachtrinderhaltung geringere Einnahmen. Die Marktfruchtbetriebe erwirtschafteten laut Agrarbericht 61.870 DM (minus 16,9 Prozent), die Futterbaubetriebe 57.843 DM (plus 12,6 Prozent), die Veredelungsbetriebe 10.792 DM (minus 83,5 Prozent), die Gemischtbetriebe 33.661 DM (minus 36,5 Prozent) und die Unternehmen mit Dauerkulturen 61.988 DM (minus 4,1 Prozent). Für das laufende Wirtschaftsjahr erwartete Funke eine leichte Verbesserung von bis zu drei Prozent. Er begründete diese Perspektive mit höheren Erlösen für Schweine und Getreide. Dagegen müsse mit rückläufigen Preisen bei Milch, Rindfleisch, Raps und Kartoffeln gerechnet werden. Im Wirtschaftsjahr 1999/2000 seien folgende Ergebnisse wahrscheinlich: eine deutliche Verbesserung in den Veredelungsbetrieben auf bis zu 40.000 DM, ein Gewinnzuwachs bei Gemischtbetrieben auf rund 39.000 DM, ein Gewinnrückgang in den Futterbaubetrieben auf rund 55.000 DM sowie eine Stagnation bei den Marktfruchtbetrieben bei rund 61.000 DM. (GH)
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