Gute Ernte in Schleswig-Holstein


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Trotz der wochenlangen Trockenheit im Frühjahr und Sommer diesen Jahres haben Schleswig-Holsteins Bauern eine zufrieden stellende Ernte eingefahren. Es kam aber zu starken regionalen Unterschieden. "Einzelbetrieblich betrachtet reicht die Spanne von starken Ertragsverlusten bis hin zu Spitzenerträgen", beschrieb Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Boetticher am Montag die Situation in Schleswig-Holstein. Die etwas geringere Quantität habe durch eine allgemein bessere Qualität kompensiert werden können, so von Boetticher. Insgesamt wurde im Jahr 2006 auf 317 000 ha Getreide angebaut. Das voraussichtliche Ernteergebnis: 2,5 Mio. t und damit 11 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit 1,7 Mio. t entfallen mehr als zwei Drittel der Getreideernte auf den Weizen. Der Hektarertrag lag beim Getreide durchschnittlich 7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Rapsernte wird rund 440 000 t betragen und damit um 1 Prozent über der Vorjahreserntemenge liegen. Diese Steigerung ist auf die Ausdehnung der Anbaufläche um 7 000 ha zurückzuführen; die Hektarerträge sind beim Raps im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich fünf Prozent gesunken. Beim Winterweizen wurde ein Ertrag von 87 dt/ha, bei der Wintergerste 77 dt/ha und beim Winterraps von 40 dt/ha geerntet. Weizen sei überwiegend mit guter Backqualität bei geringen Feuchtigkeitswerten geerntet worden, zusätzliche Trocknungskosten sind kaum angefallen. Zuckerrüben hingegen dürften vermutlich spürbar geringere Rüben- und Zuckererträge erzielen. (Ps)
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