Gute Exportchancen für Schweinemäster


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Die Exportmärkte gewinnen bei Schweinefleisch an Bedeutung. Bei guten Strukturen sind die deutschen Produzenten in den Veredelungszentren für den internationalen Wettbewerb gerüstet, sagte Prof. Hans-Wilhelm Windhorst, ISPA, Hochschule Vechta, am Mittwoch auf der Generalversammlung der Westfleisch in Münster. Die deutschen Exporte mit über 1 Mio. t hätten sich dank des QS-Systems höchst erfolgreich entwickelt, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst heute. Zu einer wettbewerbsfähigen Veredelungsproduktion passe die Förderung der Bioenergie allerdings nicht, so Windhorst. Dadurch entstehe eine starke Konkurrenz um die Maisfläche.

Im Kreis Cloppenburg seien 100 Biogasanlagen entstanden und in der Summe hätten diese einzelbetrieblichen Entscheidungen zu einer dramatischen Konzentration von Biogasanlagen geführt, die rund 20.000 ha Silomais benötigten. In der vergangenen Woche sei bereits ein Spitzen-Pachtpreis von 1.400 €/ha bezahlt worden. Da könnten reine Veredelungsbetriebe nicht mithalten. Auch wenn die Politik in ein bis zwei Jahren gegensteuere, würden die Agrarproduzenten zehn Jahre oder für eine ganze Generation unter den falschen Weichenstellungen leiden, befürchtet Windhorst. (St)

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