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Schleswig-Holstein kann mit einer Getreideernte von knapp 2,9 Mio. t rechnen, wie das Statistische Landesamt, Kiel, nach seiner zweiten Ernteberechnung mitteilt. Dies wären 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr bei einer um 2 Prozent auf 328.000 ha ausgeweiteten Getreideanbaufläche. Davon entfallen 304.000 ha auf Wintergetreide und 24.000 ha auf Sommergetreide. Allein 1,85 Mio. t oder knapp zwei Drittel der Getreideernte dürften auf den Weizen entfallen.

Im Landesmittel werde nach vorläufigen Berechnungen mit einem Getreideertrag von 87 dt/ha gerechnet. Ertragstärkste Getreideart bleibe mit 96 dt/ha der Winterweizen, gefolgt von der Wintergerste mit 87 dt/ha, der Triticale mit 75 dt/ha und dem Roggen mit 68 dt/ha.

Häufige Regenfälle in der ersten Augusthälfte verzögerten und erschwerten vor allem bei Roggen und Triticale die Erntearbeiten und verursachten hohe Kornfeuchten und Qualitätseinbußen. Dagegen wurde die Ernte des Weizens durch eine Hochdruckwetterlage in der letzten Augustdekade begünstigt.

Die Rapsernte schätzt das Landesamt auf 360.000 t. Auf Grund einer Anbauausweitung um 1 Prozent und überdurchschnittlicher Hektarerträge von gut 40 dt werde die Erntemenge voraussichtlich um 4 Prozent über der des Vorjahres liegen. (ED)
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