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Die gute Marktlage bei Milchprodukten wirkte sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr günstiger als erwartet auf die deutschen Molkereiauszahlungspreise aus. Seit einem Jahr erhalten Milchbauern bedeutend mehr Geld als noch im Vorjahr. Dies ergab eine vorläufige Auswertung durch das Bundesverbraucherministerium. Mit 61,29 Pfennig pro Kilogramm Milch lag der Erzeugerpreis im Zeitraum Juli 2000 bis Mai 2001 auf Bundesebene um 9,4 Prozent höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Mit einer ähnlich günstigen Entwicklung ist für Juni 2001 zu rechnen. Das endgültige Ergebnis des Wirtschaftsjahres dürfte Anfang September vorliegen.

Die Hauptursache für die Preisentwicklung ist sowohl in der anhaltend günstigen Marktlage für Milcherzeugnisse als auch in den guten Exportmöglichkeiten für Milchprodukte zu sehen. Der saisonale Preisanstieg war aufgrund der guten Marktlage für Butter, Milchpulver und Milchkonzentrat in den norddeutschen Ländern besonders hoch, zum Teil wurden auf der Erzeugerstufe monatlich Preisanstiege um mehr als 15 Prozent gegenüber Vorjahresmonat verzeichnet. Auch im Einzelhandel sind die Preise für Milchprodukte zum Teil spürbar angestiegen. Dies dürfte ein Ende der Handelsstrategie sein, hochwertige Milchprodukte als Billigmacher in den Läden zu verwenden. Aus jetziger Sicht dürfte die freundliche Stimmung am Milchmarkt anhalten, schätzt das Ministerium. (ED)
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