Gute Perspektiven für Campa-Mitarbeiter


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Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller sieht gute Perspektiven für die Beschäftigten der insolventen Campa Biodiesel AG, Ochsenfurt. "Es gibt strategische Investoren, die sich langfristig in Bayern engagieren wollen. Die Beschäftigten in Ochsenfurt und Straubing sollen übernommen werden. Die Lage der Ölmühle im Hafen Straubing ist aus Sicht der Investoren ideal", erklärt Müller. Die Ministerin sieht auch neue Perspektiven für die Landwirte. "Die Investoren haben ihre Bereitschaft erklärt, längerfristige Rapslieferverträge abzuschließen. Damit ergeben sich für die Landwirte zuverlässige Absatzmöglichkeiten." Zugleich versucht die Verwertungsgesellschaft für nachwachsende Rohstoffe (VNR), die die Interessen der von der Campa-Pleite betroffenen Landwirte vertritt, ihren seit Wochen anhaltenden Druck auf die bayerische Staatsregierung zu erhöhen.

Der Verkauf der Campa AG an einen ausländischen Investor liege nicht im bäuerlichen Interesse. Was von der Wirtschaftsministerin als Verhandlungserfolg gepriesen werde, "wird von vielen tausend Landwirten in ihren Erzeugergemeinschaften als pure Verhöhnung empfunden". In einem offenen Brief der VNR an die Parlamentarier der CSU heißt es : "Wir fühlen uns von der Politik verlassen. Sind Landwirte keine Wähler mehr, auf die die CSU bei der Landtagswahl im September baut?" Wie ernährungdienst. de erfuhr gehen die Initiativen gegen CSU und Staatsregierung auf den unterfränkischen CSU-Landtagsabgeordneten Robert Kiesel zurück. Kiesel hat über Jahre hinweg den Landwirten empfohlen, sich im Bereich Biodiesel zu engagieren. (HH)

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