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"Trotz später Aussaat sind die Braugerstenbestände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in diesem Jahr gut entwickelt." Das betonte Dr. Horst Zimmermann, Geschäftsführer des Braugerstenvereins Nord-Ost Ende der Woche bei der diesjährigen Braugerstentagung im sächsischen Plauen. Auch das Interesse der Malzindustrie am Rohstoff Gerste sei in diesem Jahr sehr groß. Zur Ernte sei "kein Pfund" alter Braugerste mehr verfügbar. Zimmermann führt das auf die insgesamt verringerte Anbaufläche und die im vergangenen Jahr erhöhten Rohproteinwerte zurück. "Es ist alles verbraucht worden, was vom Rohproteingehalt noch brauchbar war", sagte der Geschäftsführer. Die sächsische Anbaufläche beläuft sich für das Jahr 2001 auf rund 41.500 ha. Das sind knapp 10 Prozent weniger, als noch ein Jahr zuvor. 1999 wurden noch 53.000 ha Braugerste in Sachsen angebaut. Zimmermann führt als Grund für die verringerte Anbaufläche die zu geringe Differenz zum Weizenpreis an. Mehr zum Thema Braugerste lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (bbm)
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