Gute Weizenqualitäten in Bayern

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In Bayern wird insgesamt eine gute Ernte erwartet. Die Getreide- und Ölsaatenerträge liegen in aller Regel deutlich über denen der vergangenen Jahre. Auch hinsichtlich der Qualität sind die Erzeuger voll des Lobes. Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) sprechen mittlerweile beim Weizen von „rekordverdächtigen“ Erträgen. Diese Einschätzung wird auch vom Erfassungshandel bestätigt, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Im Schnitt, so heißt es, lägen die Weizenerträge zwischen 80 und 90 dt/ha. Die Fallzahlen sind gut. Insgesamt sind wohl auch die Eiweißwerte zufriedenstellend. Allerdings, so bestätigen einige Landwarenhändler, gebe es doch regionale Unterschiede. Günstig werden die Verhältnisse bei Roggen eingeschätzt. Auf den leichten Ackerbaustandorten wurden bislang 55 bis 60 dt/ha eingebracht. In den besseren Lagen melden die Landwirte 70 bis 80 dt/ha und mehr. „Die Amylogrammwerte sind mit 800 AE und mehr fast zu gut“, versichert Dietmar Öchsner von der Cramer-Mühle KG in Schweinfurt. Die Fallzahlen bewegen sich um 150 bis 200 Sek.

Die Braugerstenernte hat verstärkt eingesetzt. Die Naturalerträge sind überdurchschnittlich. Über 50 dt/ha sind die Regel. Bislang sind Vollgerstenanteil und Eiweißgehalt hervorragend. Allerdings ist die Spanne bei den Rohproteingehalten mit 9 bis 13 Prozent vergleichsweise breit. Die Wintergerstenernte ist bis auf sehr späte Lagen in Oberfranken weitgehend beendet. Ertrag und Qualität waren durchweg zufriedenstellend. Auf den leichteren Standorten wurden 60 bis 70 dt/ha gedroschen; auf den besseren Lagen waren es im Schnitt 80 bis 85 dt/ha.

Die Rapsernte ist bis zur Wochenmitte in Bayern zu über 75 Prozent eingebracht. Die Erträge bewegen sich im Schnitt zwischen 40 und 50 dt/ha. Zufriedenstellend sind auch die Ölgehalte. Sie schwanken bislang zwischen 41 und 45 Prozent. (HH)

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