Die Raiffeisen Ölsaaten Verarbeitung (RÖV) GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Hauptgenossenschaft Nord AG (HaGe), Kiel, erwirbt das Anlagevermögen der Firma Emerald. Der Neubrandenburger Ölsaatenverarbeiter befindet sich in Insolvenz. Die Verarbeitungskapazität der Ölmühle in Mecklenburg-Vorpommern beträgt nach Angaben der HaGe 120.000 t Rapssaat, wobei das produzierte Rapsöl auch zu Biodiesel weiterverarbeitet werden kann. „Wir wollen mit diesem Kauf unser Rapserfassungsgeschäft im Osten Deutschlands ausbauen und unsere Marktposition stärken", so Detlev Kock, Vorstand der HaGe.

Die Siloanlage der HaGe in Neubrandenburg ist mit der Ölmühle technisch verbunden, sodass sich viele Synergiemöglichkeiten ergeben würden. RÖV verfügt dann neben der Ölmühle am Nordhafen in Kiel über einen zweiten Produktionsbetrieb. Der Erwerb der Ölmühle in Neubrandenburg steht laut HaGe noch „unter aufschiebender Bedingung der Zustimmung der Gläubigerversammlung". Eine endgültige Entscheidung werde bis Anfang Oktober erwartet. (az)
stats