Fahrradtour

Händler erklimmen Zugspitze


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„Die Beine sind leer! Der Kopf dafür aber voller neuer Eindrücke von Landschaften, Biersorten, Campingplätzen, Steigungen, Dialekten und Leuten", melden Jan Brede und Jan Teichmann von der Zugspitze. Die beiden Mitarbeiter von Landhandel Ströh in Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein haben 14 Tage lang mit dem Fahrrad Deutschland durchquert. Start: die deutsch-dänische Grenze. Endpunkt: Garmisch-Partenkirchen mit dem höchstem deutschen Berggipfel. „Das Gefühl nun oben auf der Zugspitze angekommen zu sein, ist schwer zu beschreiben – eine Mischung aus Stolz, Freude und Muskelkater", berichten die beiden Radfahrer zu Wochenbeginn von der Aussichtsplattform in gut 2000 Meter Höhe.

Immer wieder kurz vor dem Waterloo

„Wir haben uns durchgekämpft": Jan Brede
-- , Fotos: Adama
„Wir haben uns durchgekämpft": Jan Brede
Der atemberaubende Ausblick versöhnt mit den steilen Abschnitten der gesamten Radtour, die für beide gelegentlich fast das „persönliche Waterloo" bedeutet hätte. Immerhin waren Steigungen bis zu 30 Prozent nicht mit federleichten Rennrädern, sondern mit robusteren Ausführungen samt Zelt und Campingausrüstung zu bewältigen. „Wir haben uns aber trotzdem durchgekämpft", sagen Brede und Teichmann. Was geholfen hat? „Das gegenseitige Anfeuern und der Gedanke an das Ziel hat uns stets motiviert."

Schwarzer Kaffee und bayerisches Bier

Und da waren noch der starke schwarze Kaffee am Morgen und das Kaltgetränk am Abend, das Richtung Süden immer mehr mundete. „Bier brauen können die Bayern, das muss man sagen!“, war einer der ersten Kommentare, nachdem die Holsteiner Landhändler erstmals die Grenze zum Freistaat überfahren hatten.

Immer das Ziel vor Augen: Jan Teichmann
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Immer das Ziel vor Augen: Jan Teichmann
Diese Begeisterung hielt bis zum Schluss, zumal beim hochsommerlichen Wetter auf der letzten Etappe in mittlerweile gewohnter bayerischer Höhenluft. „Wir träumen schon mal von der Zieleinfahrt mit anschließendem Biergartenbesuch!" Der ist in Garmisch rundum geglückt und jetzt halten die beiden Landhändler nur noch folgenden Tipp bereit: „Einfach mal aufs Rad setzen und mit einem Kollegen losfahren – man erlebt immer was!"

Dicke Waden und die Kochkünste

Wer die Tour ausführlich verfolgen will, findet Bilder und zahlreiche Blogeinträge auf der Adama-Website zur Fahrradtour. Persönlicher Favorit der az-Online-Redakteurin: Tag 11 mit dicken Waden und Jan Bredes Kochkünsten. Die Adama Deutschland GmbH hat die Aktion mit speziellen Fahrrädern und T-Shirts unterstützt. Zusätzlich spendet Adama für jeden zurückgelegten Kilometer 1 Euro an die Initiative Heimische Landwirtschaft. (db)
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