Hafer fehlt für die Verarbeitung


Mit Hafer sind deutsche Verarbeiter schwach versorgt. Bis zur Ernte 2011 ist die Produktion von Haferflocken zwar weitgehend gesichert. Die Anschlussversorgung könnte jedoch knapp werden. Der Getreidenährmittelverband berichtet, dass zwei Drittel der im Verband organisierten Schälmühlen eine schwierige Versorgung befürchten - vor allem, wenn in Deutschland und Skandinavien 2011 erneut weniger Hafer geerntet wird.

Nicht nur Mengen fehlen aus der Ernte 2010, sondern auch Qualitäten. Die Hektolitergewichte und Korngrößen lägen auch bei nordischem Hafer mittlerweile unter dem Durchschnitt. Außerdem klagen die Schälmühlen über das hohe Preisniveau. Ulrich Schumacher, Vorsitzender des Getreidenährmittelverbandes, hofft jetzt auf bessere Ernteergebisse 2011 und in den Folgejahren. Zunächst gelte es, den Flächenrückgang zu stoppen. „Hafer, der für die Lebensmittelverarbeitung qualitativ geeignet
ist, wird in deutschen Hafermühlen interessierte Abnehmer finden“, wirbt Schumacher um Landwirte. (dg)
stats