Haferimporte könnten nötig sein

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Das heimische Angebot an Hafer fehlt derzeit in Deutschland. Einige Schälmühlen sind deshalb schon jetzt während der Ernte gezwungen, Ware zuzukaufen. Diese Situation dürfte sich im laufenden Wirtschaftsjahr kaum verändern. Marktexperten rechnen mit einem größeren Importbedarf als in den Vorjahren. Während bisher der Bedarf der Pferdehalter, die mit den Schälmühlen um gute Partien konkurrieren, kaum bekannt war, wird er für dieses Wirtschaftsjahr auf etwa 1 Mio. t geschätzt. Die diesjährige Produktionsmenge an Hafer wird nach ersten Einschätzungen aber wohl nur knapp über dieser Marke liegen und sehr unterschiedliche Qualitäten aufweisen. Qualitativ guter Hafer wird daher seinen Preis haben. Derzeit wird englischer Hafer auf dem deutschen Markt cif Mittelrhein für etwa 26,50 bis 26,75 DM/dt gehandelt. Skandinavische Provenienzen werden für die Ankunft September/Oktober mit etwa 27,50 bis 28 DM/dt cif Nord- und Ostseehäfen bewertet. (dg)
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