Haftstrafe im Gammelfleischprozess


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Der Fleischgroßhändler Alfons Bünnemeyer ist im "Gammelfleischprozess" zu einer Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt worden . Außerdem verhängte die Wirtschaftskammer beim Oldenburger Landgericht ein Berufsverbot von fünf Jahren und beschlagnahmte Firmenvermögen in Höhe von 40.000 €. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte aus Lastrup im Landkreis Cloppenburg sich des Betruges und der Insolvenzverschleppung schuldig gemacht habe. Der Vorwurf, dass der Händler verdorbenes Putenfleisch vermarktet habe, konnte dagegen nicht bewiesen werden. Trotz eines im November verhängten Verbotes, mit dem ihm jeglicher Umgang mit Fleisch untersagt wurde, handelte Bünnemeyer weiter mit Geflügelfleisch. Ein Teil des Fleisches war zudem mit Wasser aufgespritzt, um es teurer verkaufen zu können. Bünnemeyer saß seit September 2006 in Untersuchungshaft. Anfang April war er gegen die Zahlung einer Sicherheitsleistung von 50.000 € freigelassen worden. Bünnemeyers Rechtsanwalt kündigte an, gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen. (SB)
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