Unwetterbilanz

Hagel und Sturm verwüsten Feldbestände

Hunderte umgestürzte Bäume, Staus auf den Straßen, ein nahezu kompletter Stillstand im Bahnverkehr - eine Gewitterfront über Norddeutschland hat am Donnerstag zu starken Behinderungen geführt. Auch in der Landwirtschaft sind massive Schäden aufgetreten. Bis heute Vormittag wurden bei der Vereinigten Hagel bereits mehr als 20.000 ha Schadensflächen gemeldet. Die Versicherung rechnet damit, dass insgesamt bis zu 50.000 ha mit einer versicherten Summe von rund 100.000 € betroffen sein könnten, erklärt Pressesprecher Daniel Rittershaus gegenüber agrarzeitung.de. In der kommenden Woche werden Gutachter die Schäden aufnehmen, die sehr wahrscheinlich im zweistelligen Millionenbereich liegen, so Rittershaus.

Die Feldführungen, die zurzeit stattfinden, wie zum Beispiel am Donnerstag der Hoftag der N.U.-Agrar auf Gut Derenburg in Sachsen Anhalt, wurden ebenfalls für zwei Stunden unterbrochen. Betriebsleiter Klaus Münchhoff berichtet von einem mittleren Unwetter mit Hagelschlag und 25 mm Regen in kurzer Zeit. Allerdings zeigt er sich auch erleichtert, dass es nach der Hitzeperiode Niederschläge gegeben hat. „Der Regen war wieder gut, insbesondere noch für den Weizen und den Raps, natürlich aber auch für die Sommerfrüchte“, so Münchhoff.

Sturm, Hagel und Starkregen haben im Norden mit Kernobst, Getreide, Mais, Raps und Kartoffeln in praktisch allen Kulturen Schäden verursacht, so der Sprecher der Hagel-Versicherung gegenüber agrarzeitung.de. Kleinere Schadensfälle wurden zudem aus Sachsen und Hessen gemeldet. (SB)
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