Neuanfang

Hahne Mühlenwerke stellen Insolvenzantrag


Der zunehmende Preiskampf und der Wegfall eines größeren Auftrags für einen russischen Kunden hat den Umsatz des Cerealienherstellers Hahne im nordrhein-westfälischen Löhne innerhalb der vergangenen drei Jahre um 20 Mio. € auf 40 Mio. € sinken lassen.

Auf Anraten von Insolvenzberater Joachim Walterscheid in Bad Oeynhausen hat sich Geschäftsführer Nikolaus Hahne für den Gang zum Amtsgericht entschieden. Gleichzeitig beantragte er die sogenannte Eigenverwaltung. „Das war möglich, da das Unternehmen noch zahlungsfähig war“, erläutert Walterscheid gegenüber agrarzeitung.de. Unter der Aufsicht von Sachwalter Hans-Peter Burghardt, Herford, führt Hahne die Geschäfte weiter. „Ziel ist es, das Unternehmen in sechs Monaten wieder neu aufzustellen“, so Walterscheid.

Neben einem stärkeren Ausbau des Exportmarktes wird auch an der Personalschraube gedreht werden müssen. Aktuell sind gut 200 Mitarbeiter in dem Unternehmen beschäftigt. (dg)
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