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Nach einem Urteil des Oberlandesgerichtes Dresden darf den Namen "Halberstädter" nur die von der Würstchen- und Konservenfabrik (Halko) im sachsen-anhaltinischen Halberstadt hergestellte Wurst tragen. Die Entscheidung gilt aber nur für die neuen Bundesländer, da der Bekanntheitsgrad der Halberstädter Würstchen in den alten Bundesländern mit 20 Prozent zu gering sei, um eine "einheitliche Entscheidung für Gesamtdeutschland" zu fällen.

Der Halberstädter Betrieb war 1992 von der Nitsch-Gruppe, Lehrte, übernommen worden. Laut Mitteldeutscher Zeitung vereint die Halberstädter Würstchen- und Konservenfabrik als übergeordnete Vertriebsgesellschaft die Halko sowie das Unternehmen Sasse, Hannover, und die Landfleischerei Maasberg, Braunschweig. Wie der Firmensprecher, Karlheinz Krone, mitteilte, erlitten alle drei Unternehmen wegen der BSE-Krise Umsatzeinbußen. Rindfleisch werde man frühestens gegen Jahresende wieder verarbeiten. (Bm)
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