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Bei einem steigenden Qualitätsanspruch an Nahrungsmittel kommen für die Kartoffelverarbeiter die diesjährigen inhomogenen Partien äußerst ungelegen. Das kleidete Peter Hiltrop, Wernsing Feinkost GmbH, Addrup-Essen, beim Kartoffelhandelstag in Warberg in klare Worte. Insbesondere Knollen, die nur teilweise glasig seien, könnten auch durch Salzbäder nicht absortiert werden. Im Endprodukt hinterlassen sie aber sichtbare Fehler. Immerhin brauche sich wohl kein Kartoffelverarbeiter Sorgen machen, dass die Konkurrenz ihm die Kunden wegnehme. Denn alle europäischen Verarbeiter stehen vor dem gleichen Problem.

Mittlerweile beobachtet Hiltrop einen extrem hohen Absatz an Pommes Frites. Vermutlich tätigten Großverbraucher und Caterer Hamsterkäufe und füllten ihre Tiefkühllager, um für die angekündigte Knappheit im Frühjahr gewappnet zu sein. Die Frühkartoffellieferungen aus Spanien für die Verarbeitungsindustrie seien "ein Tropfen auf den heißen Stein", wehrte er Hoffnungen auf Entspannung durch Importe ab. Wenn aber große Verarbeitungslinien in den Niederlanden ihre Produktion abstellen, dann fehle dem Markt womöglich plötzlich die Nachfrage. (brs)

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