Handel muss alte Rapsrechnungen neu schreiben


Die Rückzahlung der Absatzfondsgelder für Raps an Landwirte wird noch dauern. Die Abwicklung zwischen Ölmühlen und Erfassungshandel ist zeitraubend. Die Rückerstattung der Beträge von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) an die Ölmühlen ist vorläufig abgeschlossen, berichtet der deutsche Verband der Ölsaatenverarbeiter Ovid. Jetzt können die Ölmühlen das Geld an Genossenschaften und Landhandel weiterleiten. Insgesamt hat die BLE aber nur rund die Hälfte der Absatzsfonds-Gelder zurückgezahlt, berichtet Ovid. Denn eine Erstattung gibt es nur für Beträge, für die Widerspruch eingelegt worden war. Aus diesen Gründen könnten auch nicht alle Forderungen von Agrarhändlern und Landwirten erfüllt werden, warnt Ovid vor zu hohen Erwartungen.

Außerdem ist mit der Rückerstattung für den Handel noch ein erheblicher bürokratischer Aufwand verbunden. Die Unternehmen müssen korrigierte Rechnungen für den relevanten Zeitraum - 1. Juli 2006 bis zum Urteil des Bundesverfassungsurteils am 3. Februar 2009 - stellen. Erst wenn diese Rechnungen vorliegen, erstatten die Ölmühlen an ihre jeweiligen Vorlieferanten. Dieses komplizierte Verfahren lässt schon ahnen, wie aufwendig noch die weitere Rückabwicklung von der Erfassungsstufe an die Landwirtschaft wird. (db)
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