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Die Ära "politischer Preise" für Milch ist vorbei. Die aktuellen Verhandlungen zwischen Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel sind von Preisdruck gekennzeichnet. Nachdem Butter und Käse bereits billiger sind, werden mit den neuen Kontrakten zum 1. November auch die Preise für Trinkmilch, Sahne und Quark deutlich gesenkt, berichtet die Lebensmittelzeitung (LZ) in ihrer heutigen Ausgabe. Die LZ berichtet von Rückgängen im zweistelligen Prozentbereich. Trinkmilch wird danach im Schnitt 12 Ct/l billiger. Diese Preissenkung hat sich nach LZ-Einschätzung bereits in den Mai-Verhandlungen abgezeichnet. Lieferboykott und ein Bauern-Aufschlag auf die Trinkmilch hätten aber zunächst für einen Aufschub gesorgt. "Von diesem Milchsoli verabschiedet sich der Handel jetzt", schreibt die LZ. Der Handel wolle sich wieder am Markt orientieren und der sei von reichlich Milch auf dem europäischen Markt und deutlicher Konsumzurückhaltung der Verbraucher geprägt. (ED)
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