Handelsbeschränkungen bei erweiterter MKS-Notimpfung minimieren

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Für die Abkehr von der derzeitigen EU-Seuchenbekämpfungspolitik gibt es zurzeit auf Mitgliedsstaatenebene keine Mehrheit, stellte heute Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels vor dem Vorstand des Niedersächsischen Landvolkverbandes fest. Frühestens "nach dem MKS-Seuchenzug" könne mit einer Diskussion im Agrarrat über die aus niedersächsischer Sicht notwendige Kurskorrektur in der Seuchenbekämpfung gerechnet werden, informiert das Hannoveraner Landwirtschaftsministerium. Hieran sowie an der Entwicklung eines Markerimpfstoffes müsse mit Hochdruck und ohne Zeitverzögerung gearbeitet werden. Bartels werde seine Zustimmung zur erweiterten Notimpfung, wie von Nordrhein-Westfalen beantragt, von der Zumutbarkeit abhängig machen. Eine praxisorientierte Weiterverarbeitung von Fleisch und Milch und Handelbarkeit zumindest innerhalb Europas müsse vorher sichergestellt und auch mit der Fleisch- und Milchwirtschaft sowie dem Lebensmittelhandel abgestimmt werden. (ED)
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