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Immer mehr Handelsketten und Produkthersteller wollen ihr Rindfleisch vor der Verarbeitung und dem Verkauf auf mögliche BSE-Erreger testen, schreibt die Leipziger Volkszeitung heute. Laut Aussage von Dr. Claus Hipp, Chef des gleichnamigen Produzenten von Babynahrung, habe man bereits vor zwei Jahren mit den ersten Tests begonnen. Unmittelbar nach dem Schlachten werde jedem Tier eine Hirnprobe entnommen und zur Überprüfung an ein Speziallabor geschickt. Der Test liefere nach acht Stunden ein sicheres Ergebnis. Erst danach gehe das Tier in die Verarbeitung. Auch REWE will sein komplettes Rindfleischsortiment so schnell wie möglich auf BSE-Erreger testen lassen. Zur Zeit gebe es Verhandlungen mit mehreren Instituten, erklärte dazu Pressesprecher Wolfram Schmuck. Das getestete Fleisch käme dann mit speziellen Etiketten in den Handel. Dieser Service werde sich aber auf den Preis niederschlagen. Hauptabnehmer von REWE-Rindfleisch sind Minimal und Penny Markt.
Der Discounter Aldi will nach Gesprächen mit seinen Lieferanten einen "schnellstmöglichen" Einsatz von flächendeckenden BSE-Schnelltests erreichen, heißt es in einer Mitteilung der beiden Unternehmensgruppen Aldi-Süd und Aldi-Nord. Eigene Tests sieht auch die Spar Handels AG vor. Die Kosten müsse der Kunde aber mittragen. Das Unternehmen bezieht sein Rindfleisch aus Deutschland und Argentinien. Laut Pressesprecherin Christina Werth wurden vereinbarte Rindfleischimporte aus Frankreich gestoppt.(Bm)
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