Handelsliberalisierung zwischen EU und Mercosur

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Ab dem 1. Juli 2001 darf die EU-Kommission mit den südamerikanischen Mercosur-Ländern und mit Chile über einen Zollabbau von Waren und Dienstleistungen verhandeln. Dies hat der Außenministerrat am Montag in Luxemburg beschlossen. Bis zuletzt standen sich die konträren Positionen Spaniens und Frankreichs gegenüber. Spanien möchte möglichst rasch eine Freihandelszone zwischen der EU und Argentinien, Uruguay, Brasilien und Chile errichten. Frankreich sperrt sich am heftigsten dagegen, vor allem wegen der Wettbewerbsfähigkeit der Südamerikaner im Agrarsektor. Im nun verabschiedeten Verhandlungsmandat ist nicht mehr von einer Freihandelszone nach den Regeln der WTO die Rede. Stattdessen soll der Handel nur schrittweise liberalisiert werden und zwar unter Berücksichtigung der Ergebnisse der kommenden WTO-Runde. (Mö)
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