Handelsstreit über Weizenkleber beigelegt

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Der Handelsstreit über Weizenkleber zwischen der EU und den USA konnte beigelegt werden. Vergangene Woche lenkten die Amerikaner überraschenderweise ein. Sie beschränken die Einfuhren von Weizenkleber aus der EU nicht mehr mit Kontingenten. Die EU verzichtet dafür ab sofort auf einen Strafzoll von 5 Euro/t Maiskleber aus den USA. Anstelle der Einfuhrkontingente zum Schutz der amerikanischen Weizenstärkeindustrie bekommen die beiden betroffenen US-Betriebe nun eine staatliche Hilfe über 40 Mio. US-$ gewährt. Es ist zu befürchten, dass diese Subventionen dazu genutzt werden, um die Kapazitäten auf dem ohnehin von Überschüssen geprägten Markt weiter zu erhöhen. Die USA hatten 1998 die Einfuhr von Weizengluten aus der EU um rund 40 Prozent beschränkt. Andere Lieferanten wie Kanada und Australien wurden dagegen von ihnen in Ruhe gelassen. Die WTO hat die Maßnahme der Amerikaner zum Schutz ihrer Weizenstärkeindustrie verurteilt. (Mö)
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