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Mehr Hilfe und Unterstützung von der Politik für den Anbau und die Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe forderte Fred Bohndick, Geschäftsführer der Vernaro GmbH, die nachwachsende Rohstoffe im sachsen-anhaltinischen Gardelegen verarbeitet. Bohndick beklagte vor allem die drastische Reduzierung der Flächenbeihilfen für deutsche Hanfanbauer. 1996 gab es pro Hektar noch 1.500 DM, 2001 schrumpfte die Beihilfe auf 900 DM und im nächsten Jahr sollen es noch 750 DM sein.

Nach Angabe von Rudi Weber von der Erzeugergemeinschaft Hanf liegen die durchschnittlichen Kosten pro Hektar zwischen 1.600 DM und 1.700 DM. Man habe 1996 mit 100 ha Hanfanbau begonnen, sagte Weber gegenüber der Volksstimme, und steigerte den Anbau bis 1999 auf 900 ha. Dieses Jahr wären es nur noch 500 ha. Das reiche aber nicht mehr für die Auslastung der Vernaro, so dass man aus Baden-Württemberg Hanf zukaufen müsse. Kritikwürdig ist laut Weber auch die Tatsache, dass die Hanf-Beihilfen erst im Jahr nach der Ernte und nicht, wie zum Beispiel bei Getreide, im Erntejahr ausgezahlt werden. Bohndick erwartet von der Politik längerfristige Hilfe, um entsprechende Vermarktungsstrukturen entwickeln zu können. In den Aufba der Vernaro GmbH flossen 7 Mio. DM. (Bm)
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