Kampagnestart

Harter Boden hält Zuckerrüben fest

Die rheinische Rübenkampagne startet in diesem Jahr mit gebremster Leistung. So beginnen Ernte und Verarbeitung lediglich an den Standorten Jülich und Appeldorn, und dort auch nur mit rund 60 Prozent der der Verarbeitungsleistung, teilt der Rheinischer Rübenbauer-Verband mit. Der Kampagnestart in Euskirchen wurde um eine Woche auf den 21. September verschoben. Ursache dafür sei in erster Linie der Bodenzustand, so der Verband. Nach einem Monat mit Hitze und Trockenheit seien die Böden vielerorts verhärtet und ermöglichen so keine fachgerechten Rodearbeiten. Die Rübenbauern hoffen allerdings, dass die für das kommende Wochenende angekündigten Niederschläge die Situation verbessern.

Schon das gesamte Vegetationsjahr verlief im Rheinland nicht optimal. Nach einer noch halbwegs pünktlichen Aussaat dominierte bis Anfang August eine einstrahlungsarme und vor allem nasse Wetterlage. Insbesondere der Juni fiel mit regional mehr als 300 mm Niederschlag extrem nass aus. Die Ertragsaussichten sind deshalb in diesem Jahr eher gedämpft. Derzeit sei von Durchschnittserträgen für das gesamte Anbaugebiet von etwas über 70 t/ha auszugehen, bei allerdings erheblichen regionalen Unterschieden. Durch die Witterung der letzten Wochen sind jedoch die Zuckergehalte auf gute Werte von deutlich über 17 Prozent gestiegen.

Trotz eines gegenüber dem Vorjahr wieder um rund 10 Prozent größeren Anbauumfangs liegt die Anbaufläche mit etwas über 40.000 ha noch deutlich unter dem Wert von 2014. Die Kampagne im Rheinlan werde deshalb bereits vor Weihnachten beendet sein, erwartet der Verband. (SB)
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