Harter Wettbewerb im Malzexport

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Der Export von Gerstenmalz aus der EU in Drittländer war im bisherigen Verlauf der Kampagne 2003/04 enttäuschend. Auch deutsche Mälzer beklagen im Vergleich zum Vorjahr eher schleppende Malzabrufe traditioneller Abnehmer, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Bis zum Ende der laufenden Saison rechnen Vertreter der Branche für die gesamte EU mit insgesamt etwa 2,1 bis 2,2 (Vorjahr: 2,0) Mio. t gezogener Lizenzen für den Export von Malz aus der EU in Drittländer. Allerdings sagt diese auf den ersten Blick positive Entwicklung nichts darüber aus, ob auch tatsächlich alle Lizenzen, die eine Laufzeit bis Ende November haben, ausgenutzt wurden. Prognosen für Deutschland gehen davon aus, dass die Malzexporte 2003/04 mit rund 400.000 t das Vorjahresergebnis nicht erreichen werden.

Für die rückläufigen Geschäfte werden von Marktteilnehmern verschiedene Ursachen angeführt. Die EU-weit niedrige Getreideernte 2003 hat zum einen für hohe Futtergetreidepreise gesorgt, in deren Sog auch die Braugerste kam. Dies führte dazu, dass EU-Malz auf dem Weltmarkt - auch wegen des starken Euro-Kurses - zu teuer war. Andererseits gibt es weniger Nachfrage in wichtigen Exportländern für deutsches Malz, vor allem in Brasilien, Venezuela und Russland. (Sz)

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