Hat die US-Agrarpolitik versagt?

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Agrarsubventionen in Höhe von rund 28 Mrd. US-$ im Fiskaljahr 1999/2000 haben in den USA die Diskussion angeheizt, ob die Agrarpolitik versagt hat. Als das Fiskaljahr jetzt am 30. September beendet war, stand die schon häufiger zitierte Zahl endgültig fest: Die staatlichen Ausgaben im US-Agrarhaushalt haben 1999/2000 die Höhe von 28 Mrd. US-$ erreicht, das ist etwa die Hälfte der Einkommen der US-Farmer. Agrarminister Dan Glickman hat am Montag selbst eingeräumt, dass dieses Ausmaß staatlicher Unterstützung das Versagen der 1996 eingeleiteten Agrarpolitik unterstreiche, berichtet der Internet-Dienst von Progressive Farmer. Es fehle ein adäquates Sicherheitsnetz in harten Zeiten, sagte Glickman angesichts der umfangreichen Zahlungen. Die Höhe der Subventionen ist eine Ausnahme, berichtet Progressive Farmer weiter. Sie enthält umfangreiche Nothilfe-Zahlungen aus zwei Jahren. Während im vergangenen Jahr die ersten Hilfspakete mit Beginn des Fiskaljahres im Oktober geschnürt worden sind, sind in diesem Jahr entsprechende Zahlungen noch im September an die Farmer ausbezahlt worden. Diese unverzüglichen Hilfsmaßnahmen stehen in diesem Jahr sicher auch unter dem Einfluss des Präsidentschaftswahlkampfes. (db)
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