Zwischenfrüchte sind für viele Ackerbaubetriebe eine einfache Methode, die Auflagen der Agrarreform für das Greening zu erfüllen. Bei einer Ackerfläche von 100 ha müssen auf 16,7 ha Zwischenfruchtmischungen angebaut werden. Um die Greening-Auflagen mit Landschaftsprägenden Bäumen zu erfüllen, wären 1.667 Bäume mit einer Krone von 4 m notwendig, rechnet Sarah Ophoves, KWS Mais, vor. Auf dem KWS Agrarforum im hessischen Florstadt weist sie aber vor allem auf die Vorteile für die Bodenfruchtbarkeit durch geeignete Zwischenfruchtmischungen hin.

Allerdings müssen die Mischungen den Greening-Auflagen entsprechen und nur passende Arten enthalten. Für Fruchtfolgen mit Raps sollten keine Kreuzblütler in der Zwischenfruchtmischung enthalten sein, um der Kohlhernie keinen Vorschub zu leisten. Für Rübenfruchtfolgen empfehlen sich Mischungen mit nematodenresistentem Ölrettich und Senf. Ihre Kollegin Julia Wießner,KWS Saat AG, rät dringend zu Sorten mit der Resistenzstufe 1 oder 2. Damit lasse sich Befall mit Rübenzystennematoden deutlich reduzieren.

Für die KWS-Zwischenfruchtmischungen Ackerfit würden nur solche nematodenresistenten Sorten verwendet. Für Rübenfruchtfolgen bietet KWS auch noch eine Mischung mit Rauhhafer als Gesundungsfrucht an. Rauhhafer durchwurzelt andere Bodenschichten als Ölrettich und Senf. Das könne für eine Verbesserung der Bodenstruktur wertvoll sein, betont Ophoves. Sie mahnte, die empfohlene Aussaatstärke einzuhalten, weil der Ölrettich sonst eine zu starke Rettichwurzel bilden könne. Wenn diese Rettichwurzel bei zu mildem Wetter nicht abfriert, müsse die Bodenbearbeitung dann diese Wurzeln gründlich zerkleinern. (brs)
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