Haushaltskompromiss lässt US-Farmer aufatmen


In den USA ist die staatliche Agrarstützung vorerst gesichert. Die bestehende Farm Bill wird verlängert.

Der US-Senat hat am Neujahrsmorgen einem Kompromiss zugestimmt, nach dem wohlhabendere Amerikaner höher besteuert werden sollen. Im Kongress hat sich abends ebenfalls eine Mehrheit gefunden. Damit wird die „fiskalische Klippe" umschifft. Dieser Begriff steht für automatische Steuererhöhungen, die ohne Haushaltskompromiss fast alle Amerikaner zum Jahreswechsel getroffen hätte.

Auch die Agrargesetzgebung hing in der Schwebe, denn Ende September 2012 ist die alte Farm Bill ausgelaufen. Ein neues Fünfjahresgesetz lässt seither auf sich warten. Das bleibt auch nach dem jetzigen Haushaltskompromiss so, kommentiert das Internetportal von The Progressive Farmer. Allerdings sind die meisten Zahlungen gesichert, weil mit Kompromisspapier die bisherige Farm Bill um ein Jahr verlängert wird, also noch neun Monate gelten wird.

Für die Agrarmärkte gilt der mögliche Kompromiss überwiegend als gute Nachricht. Denn ohne Einigung war befürchtet worden, dass eine Steuererhöhung für fast alle Amerikaner eine Rezession hätte auslösen können, die auch die Nachfrage nach Agrargütern gedrosselt hätte. (db)
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