Der EU-Schlachtschweinemarkt zeigt sich uneinheitlich. Die Kurse variieren. Während die meisten Notierungen aufwärts tendieren oder sich seitwärts bewegen, gibt der deutsche Kurs aktuell um 3 Cent/kg Schlachtgewicht (SG) nach. Marktführende Schlachtunternehmen übten wieder einmal "mit Erfolg" durch Hauspreise starken Druck auf den Erzeugerkurs aus, skizziert die Interessenvertretung der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme, die momentane Situation.

Bemerkenswert sei, dass sich die niederländische Notierung, die in der Regel der deutschen Richtungsvorlage folge, auf dem bereits erreichten Preisniveau behauptet. Auch der österreichische Preis, der sich stark am deutschen Vorbild orientiere, würde sich seitwärts bewegen. Ein marginaler Aufwärtstrend in Frankreich ist laut ISN das Resultat einer ausgeglichenen Marktlage. Die korrigierte spanische Notierung würde leicht anziehen und in diesem Jahr erstmalig die magische Grenze von 1,80 €/kg SG knacken.

Bedingt durch die letzte Preiskorrektur nach unten ist die Stimmung am Schlachtschweinemarkt gedämpft, beschreibt die ISN die Tendenz für Deutschland. Das vorhandene Angebot werde von diesem vollständig aufgenommen, während die Nachfrage der Schlachtunternehmen nach lebenden Schweinen zu Wochenanfang zurückhaltender ausfallen würde. Aus heutiger Sicht sei von einem unveränderten Kurs auszugehen. (az)
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