Heftiger Wettbewerb um Rapsöl


Die Aussichten für die globale Rapserzeugung 2010/11 gehen weiter nach unten. Vor allem für die Ölmühlen der EU wird die Versorgung eng. Der Branchendienst Oil World schätzt jetzt die globale Erzeugung auf nur noch 56,8 Mio. t Raps und damit um 3,1 Mio. t kleiner als 2009/10. Kleinere Ernten erwarten vor allem Kanada, die EU, China und die Ukraine. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA hat in der vergangenen Woche die globale Rapserzeugung 2010/11 mit etwa 57,8 Mio. t noch etwas höher geschätzt. Möglicherweise müssen die Ernteprognosen aber eher nach unten geschraubt werden, wenn die Rapsernte eingebracht wird. Wenig wahrscheinlich ist dagegen eine deutliche Anhebung der Ergebnisse.

Für die EU, die zur Versorgung ihrer Ölmühlen auf Importe angewiesen ist, wird der Bezug auf dem Weltmarkt wohl schwierig. Oil World geht davon aus, dass die europäischen Ölmühlen 2010/11 gegenüber dem Vorjahr die Verarbeitung drosseln müssen, weil sie einfach nicht an die bisherigen Mengen herankommen. Des Weiteren zeichnen sich in Deutschland als größtem EU-Rapserzeugungsland niedrigere Ölgehalte als im Vorjahr ab. Damit könnte die Rapsölbilanz 2010/11 extrem eng werden. Oil World vermutet, dass Hersteller von Biodiesel und Nahrungsmitteln in starke Konkurrenz treten werden. (db)
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