Heftiges Ringen um Hennenhaltung


Weiter wird heftig über das Ende der Kleingruppenhaltung von Legehennen gestritten. Die Wirtschaft fürchtet Verluste bei einem zu frühen Ausstieg. Am Donnerstag befasst sich der Agrarausschuss des Bundesrates mit einem gemeinsamen Vorschlag der Länder Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Der Kompromiss sieht eine Übergangsfrist für die Kleingruppenhaltung bis Ende 2023 vor. In Einzelfällen soll eine Frist bis Ende 2025 möglich sein. „Das kommt einer Enteignung von rund 150 deutschen Legehennenhaltern gleich", schimpft Bernd Diekmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsches Ei (BDE). Er weist auf die Millionen Euro hin, die diese Betriebe in die Haltungsform investiert hätten, und appelliert an Bundesagrarministerin Ilse Aigner, dem Vorschlag der Länder nicht zu folgen. Bisher war im Berliner Ministerium als kürzeste Frist das Jahr 2029 genannt worden. Der Ursprungsvorschlag lautete, die Käfige bis zum Jahr 2035 zuzulassen. 

Frühestens Anfang März könnte zur nächsten Sitzung des Bundesrates die Änderungsverordnung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung zur Legehennenhaltung zur Abstimmung stehen. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes müssen in Deutschland bis Ende März 2012 die Bestimmungen verabschiedet sein. Anderenfalls wäre die Ausgestaltung Sache jedes einzelnen Bundeslandes. (db)
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