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Für den Produktionsstandort Scheden und gleichzeitigen Sitz der Firmenzentrale des Futtermittelherstellers Hemo Mohr GmbH & Co KG besteht kaum Aussicht auf Weiterführung. Die Produktion wird spätestens im Lauf des Monats Oktober eingestellt werden. Die Suche nach möglichen Investoren für diesen Betriebsteil des Unternehmens sei trotz intensiver Bemühungen nicht erfolgreich gewesen, äußerte die zuständige Insolvenzverwalterin Sandra Mitter von der Kanzlei Dithmar-Westhelle-Assenmacher-Zwingmann & Partner, Kassel im Gespräch gegenüber der Agrarzeitung Ernährungsdienst am Donnerstag. Ein Ende der Produktion sei für den Monat Oktober absehbar. Derzeit befinde man sich in Gesprächen mit den etwa 60 Mitarbeitern zur Beendigung der bestehenden Beschäftigungsverhältnisse. Nach derzeitigem Stand sei nicht damit zu rechnen, dass eine Fortführung des Unternehmens über den 31.Dezember hinaus möglich sei, erläuterte Mitter. Die Suche nach Interessenten für Investitionsgüter aus dem Werk Scheden werde in ihrer Verantwortung fortgeführt.

Für das Werk in Ingolstadt würden derzeit konkrete Gespräche für eine Fortsetzung der Produktion geführt und Entscheidungen würden voraussichtlich im Lauf der kommenden Woche fallen, ergänzte Mitter. Anerkennend wertete die Insolvenzverwalterin das Vorgehen des Firmeninhabers Peter Mohr, der durch nicht von ihm zu verantwortende Vorgänge zur Insolvenzeröffnung gezwungen worden sei. Er habe alles ihm zur Verfügung stehende unternommen, um ein reibungsloses Verfahren mit dem Ziel der Rettung des Unternehmens zu gewährleisten. (jst)
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