Hennen bleiben kompromisslos

1

"Käfig bleibt Käfig" - mit diesem Argument haben Tier- und Umweltschutzgruppen am vergangenen Montag eine vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMVEL) eingerichtete Arbeitsgruppe zu Haltungsverfahren für Legehennen für gescheitert erklärt.

"Die Einstellung und Vorgehensweise bei den Gesprächen rund um die Weiterentwicklung des ausgestalteten Käfigs für die deutsche Eierwirtschaft können wir nicht nachvollziehen", beurteilt Dr. Bernd Diekmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsches Ei e. V., die Haltung des deutschen Tierschutzbundes. Der von Landwirtschaftsministerin Renate Künast mit der Bezeichnung "Osnabrücker Hühnerfrieden" im März initiierte Runde Tisch sollte die Forschungsergebnisse der "Vierjahresstudie Ausgestalteter Käfig" der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) mit dem Ziel diskutieren, einen Kompromiss zwischen wirtschaftlicher Eiproduktion und Hennenwohlbefinden auszuarbeiten.

Diekmann sieht die Bemühungen der Industrie, moderne Kleinvolieren zu entwickeln, vom Deutschen Tierschutzbund ignoriert. "Ergebnis dieser rein ideologischen Haltung wird sein, dass tausende Arbeitsplätze in Deutschland vernichtet werden. Hinzu kommt, dass zu erwarten ist, dass Millionen von Eiern aus Drittländern nach Deutschland importiert werden." (BS)
stats