Herauskauf von Kühen soll starten

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Ab kommende Woche werden deutsche Landwirte voraussichtlich zum ersten Mal Kühe für das Herauskaufprogramm der EU anbieten können. Ihnen wird ein fester Preis von 170,- Euro/100 kg für O3-Kuhfleisch gewährt. Das sind deutlich mehr als die 134,- Euro/100 kg, die in dieser Woche als Durchschnittspreis auf dem Markt notiert wurden. Spätestens bis Montag will die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Internet die Liste der Schlachthöfe veröffentlichen, denen über 30 Monate alte Rinder im Rahmen des Herauskauf- und Zerstörungsprogramms angeboten werden können. Die Schlachthöfe dürfen nicht mehr Kühe annehmen, als bis zum Abend von den Tierkörperbeseitigungsanstalten bewältigt werden können. Sollte der Andrang groß sein, müssen sich die Landwirte Schlachttermine zu einem späteren Zeitpunkt für ihre Kühe zuweisen lassen. Ist der Kontrakt einmal abgeschlossen, haben die Landwirte Bestandsschutz, falls sich die Bundesregierung für das neue Herauskaufprogramm und damit niedrigere Preise entscheiden sollte. Allerdings kann der feste Preis von zunächst 170,- Euro/100 kg für O3-Kuhhälften auch im alten Programm in Absprache mit der Kommission leicht verändert werden. Hierfür gilt die Schlachtung als Stichtag. (Mö)
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