Herauskaufprogramm läuft an

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Ab der kommenden Woche können Landwirte in Deutschland Kühe im Herauskaufprogramm der EU anbieten. Dies erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast vor dem Agrarministerrat am Montag in Brüssel. Man werde zunächst für einige Wochen mit dem Herauskaufprogramm unter den alten Bedingungen anfangen. In diesem ist für Landwirte ein relativ hoher Preis vorgesehen, der allerdings am vergangenen Freitag im Verwaltungsausschuss Rindfleisch noch etwas nach unten korrigiert wurde. Ab Ende April werde man in Deutschland vom alten zum neuen Herauskaufprogramm übergehen, verkündete die Ministerin. Es müsse verhindert werden, dass die zugelassenen Schlachthöfe bis dahin mehr Kühe annehmen als geschlachtet und entsorgt werden können. Im neuen Programm wird den Landwirten nicht mehr als der Marktpreis für ihre Kühe gezahlt, weshalb mit einem Andrang zu rechnen ist, solange in den kommenden Wochen die Festpreise im alten Programm gelten. Die Aussichten, im neuen Programm Kuhfleisch zu verschenken, seien nicht besonders gut, so Künast. Man verhandele zwar noch mit Nordkorea. Es sei aber möglicherweise billiger, den Hunger dort mit Getreide und anderen Nahrungsmitteln als Kuhfleisch zu beseitigen. Außerdem wolle sie für die Zwischenlagerung von Kuhfleisch keine Haushaltsgelder bereit stellen. (Mö)
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