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Für den vobeugenden Verbraucher- und Gesundheitsschutz sei die Herausnahme von Risikomaterialien bei Rindfleisch die wichtigste Maßnahme. Das betonte Prof. Manfred Gareis, Leiter des Kulmbacher Instituts für Mikrobiologie und Toxikologie an der Bundesanstalt für Fleischforschung, bei einem Expertengespräch auf der Grünen Woche in Berlin. Bei der Risikobewertung stehe fest, dass Tiermehl als Hauptübertragungsmedium für den BSE-Erreger gilt. Zur gesundheitlichen Vorsorge sollten Gehirn und Rückenmark auch bei anderen Nutztierarten aus der Nahrungskette genommen werden. Damit verbunden sei auch die Forderung nach einer Verbesserung der Schlachttechnologie. Bislang habe die Politik - trotz der Mahnung der Wissenschaft - keine ausreichende Vorsorge-Forschung betrieben. Gareis forderte eine zentrale Informationspolitik und Koordinierung von Forschung und Verbraucherschutz. In der Fachdiskussion erwartet Gareis vom Berufsstand der Tierärzte klare Positionen, wenn es zum Beispiel um das Problem der Tötung von Rinderbeständen als Sicherheitsschutz gehe. (ED)
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