Kalimarkt

Herber Einbruch bei Potash Corp.


Der kanadische Düngemittelhersteller kommt nicht umhin, die Kaliproduktion in New Brunswick vorübergehend stillzulegen. Dies erfolgt in Reaktion auf die schwache Nachfrage nach Kalidünger auf dem Weltmarkt. Auch die alljährlich heiß ersehnten Aufträge von Kalidüngern aus China dürften erst zu einem späteren Zeitpunkt und nicht wie gewöhnlich zum Jahresbeginn erfolgen. Die Bestellmenge dürfte mit 13,5 bis 14,5 Mio. t niedriger als 2015 ausfallen. Der starke US-Dollar im Vergleich zu ausländischen Währungen lastet auf dem Ergebnis von Potash Corp. CEO Jochen Tilk hofft darauf, dass die Landwirte wieder mehr Dünger einsetzen, um die Erträge zu steigern.
Tilk gibt eine sehr vorsichtige Prognose für das Gesamtjahr 2016 für alle drei Nährstoffe Stickstoff, Kali und Phosphat ab. Grund ist das schwache Abschneiden im 4. Quartal 2015. Damit hatten nicht einmal Analysten gerechnet. Die Verkaufsmengen werden mit 8,3 bis 9,1 Mio. t angegeben. Die Phosphatpreise dürften unter das Niveau von 2014 rutschen, erwartet Tilk. Die Kalikurse gaben im 4. Quartal 2015 um 16 Prozent auf 238 US-$/t nach. Stickstoffkure sanken um 29 Prozent auf 288 US-$/t.

Der Umsatz im Geschäftsjahr fiel mit rund 6,3 Mrd. US-$ niedriger als erwartet aus. Der Nettogewinn liegt bei 1,3 Mrd. US-$/t. Allein im 4. Quartal bricht die Dividende  um 34 Prozent auf 0,25 US-$/Aktie ein. Von einem weiteren Versuch von Potash Corp., den deutschen Kaliproduzenten K+S zu übernehmen, ist im Abschlussbericht nicht mehr erwähnt. Im Sommer hatte Tilk den Kasselanern eine freundlichen Übernahme angeboten. Das lehnte K+S entschieden ab. (da)
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