Jahresergebnis

Herber Gewinneinbruch für Mosaic

"Wir sind zuversichtlich, dass die Talsohle durchschritten ist", kommentiert Joc O'Rourke, CEO von Mosaic das schwache Abschneiden im 4. Quartal 2016. "Unser Ergebnis spiegelt eine starke Marktnachfrage für Kali und Phosphatdünger wider. Und wir profitierten von deutlich gesunkenen Produktionskosten", die seinen Angaben zufolge, auf dem niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt liegen.

Für 2016 weist der weltweit größte Phosphathersteller einen Nettogewinn von 298 Mio. US-$ oder 0,85 US-$/Aktie aus. Im Vorjahr lag der Gewinn bei 1 Mrd. US-$ oder 2,78 US-$/Aktie. Der Nettoumsatz betrug 7,2 (Vorjahr: 8,9) Mrd. US-$.

Vor allem schwache Düngerpreise machen den Produzenten zu schaffen. Der durchschnittliche Preis für den wichtigen Maisdünger gibt Mosaic im 4. Quartal 2016 mit 317 US-$/t an. Der Preissturz ist enorm, ein Jahr zuvor wurden noch rund 410 US-$/t für DAP aufgerufen. Allerdings scheint die Bodenbildung erreicht. Von Oktober bis Dezember 2016 verkaufte Mosaic rund 2,5 Mio. t jeweils an Phosphat- und Kalidünger, das entspricht einer Auslastung von 85 Prozent der operativen Kapazitäten. Der durchschnittliche Verkaufspreis für das am Weltmarkt gehandelte 60er Kali lag im Berichtsquartal bei 169 US-$.

Mosaic erwartet für 2017 einen Anstieg der weltweiten Nachfrage sowie höhere Düngerpreise, die sich bereits im Dezember 2016 abzeichneten. Die Weltkaliproduktion dürfte zwischen 61 bis 63 Mio. t liegen. Mosaic rechnet mit der Fertigstellung seines K3-Projekts in diesem Jahr und will sich dann als der günstigste Kaliproduzent weltweit positionieren. Auch die deutsche K+S AG hat angekündigt, in diesem Sommer die erste Tonne Kali in seiner neuen Mine Legacy in Kanada zu produzieren.

Die globale Jahresprognose für Phosphat beziffert Mosaic auf 66 bis 68 Mio. t. Das Unternehmen selbst will rund 9,5 bis 10 Mio. t Phosphat produzieren. Der durchschnittliche DAP-Preis dürfte zwischen 315 bis 335 €/t liegen. (da)
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