Zulassungsvorschriften

Herbizide erhalten Auflagen


Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Dichlorprop-P geändert. Bei Anwendungen im Ackerbau in Getreide und an Gräsern zur Saatguterzeugung wurde teilweise die zulässige Aufwandmenge reduziert, verbunden mit einer Einengung des bekämpfbaren Unkrautspektrums. Die Anwendung im Grünland in Wiesen und Weiden ist nicht mehr zulässig, teilt das BVL mit.

Betroffen von abgesenkten Aufwandmengen in Getreide sind die Produkte Mextrol DP, Marks Optica DP (auch als FCS Optica DP im Vertrieb) und Duplosan DP (auch als Berghoff DP im Vertrieb). Bei allen Produkten ist die Indikation auf einjährige zweikeimblättrige Unkräuter beschränkt worden. Darüber hinaus ist der Einsatz von Duplosan DP in Gräsern zur Saatguterzeugung ausschließlich im Frühjahr zulässig. Nicht mehr erlaubt ist für Duplosan DP die Anwendung gegen Wiesen-Kerbel in Wiesen und Weiden. Unverändert bleiben dagegen nach Aussage des BVL die bisherigen Vorschriften bei der Anwendung von Basagran DP in Getreide.

Das BVL macht darauf aufmerksam, dass die Änderungen ab sofort gelten. Aufbrauchfristen sieht das Pflanzenschutzgesetz nicht vor. Das bedeutet: Pflanzenschutzmittel, die sich noch mit der alten Etikettierung beim Anwender befinden, dürfen nur noch gemäß der geänderten Zulassung angewendet werden. (db)
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