Gewässerschutz

Herbizide mit neuen Auflagen


Für Rübenherbizide mit dem Wirkstoff Chloridazon gelten ab sofort in einigen Fällen Anwendungsverbote. Die verschärften Auflagen dienen dem Schutz des Grundwassers.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat für Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Chloridazon ein Anwendungsverbot in bestimmten Wasserschutzgebieten und Wassereinzugsgebieten erteilt. Dazu zählen zunächst drei Gebiete in Nordrhein-Westfalen. Zur Begründung nennt das BVL, dass dort Rückstände des nicht relevanten Metaboliten Desphenyl-Chloridazon in erheblichem Umfang oberhalb des Leitwertes von 10 µg/Liter gefunden worden seien. Die Liste der Gebiete ist beim BVL abrufbar.

Außerdem ist das Anwendungsverbot auf alle sandigen Böden erweitert worden. Bisher galt es für die Bodenarten reiner Sand, schwach schluffiger Sand und schwach toniger Sand. Auch hier weist das BVL auf erhöhte Rückstandsgehalte hin.
Betroffene Mittel

o   Rebell Ultra (Zulassungsnummer 006983-00)

o   Rebell (024105-00)

o   TERLIN DF (024309-00)

o   Betoxon 65 WDG (024309-60)

o   Pyramin WG (033765-00033765-00)

o   Terlin WG (033765-60033765-60)

 

Quelle: BVL-Fachmeldung



Von den neuen Bestimmungen sind laut BVL sechs Pflanzenschutzmittel betroffen (siehe Kasten). Die Mittel sind zur Anwendung in Futterrüben und Zuckerrüben zugelassen; einige der Mittel haben darüber hinaus auch Zulassungen für Rote Bete, Schnittmangold und Stielmangold.
stats