Herbizideinsatz beschränkt sich auf wenige Mittel

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Mit großer Verspätung konnten Landwirte am Wochenanfang mit den Herbizidbehandlungen beginnen. Die Verunkrautung ist so weit fortgeschritten, dass nur noch wenige Mittel eingesetzt werden können. Schon jetzt rechnen Vertreter aus Industrie und Handel in diesem Frühjahr mit einer geringeren Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln gegenüber Vorjahr. Bei den Landwirten besteht ein hoher Beratungsbedarf, welche Herbizide angesichts der fortgeschrittenen Vegetation in Wintergetreide überhaupt noch eingesetzt werden können. Nachdem durch die lang anhaltenden Niederschläge die Flächen nicht befahren werden konnten, sind Ungräser mittlerweile so hoch gewachsen, dass sämtliche Isoproturon(IPU)-Mittel auch mit erhöhter Aufwandmenge keine Wirkung mehr zeigen. Anstatt der Bodenmittel, die über die Wurzel wirken, können nur noch Kontaktmittel eingesetzt werden, die eine Wirkung über das Blatt erzielen. Vor allem früh gesätes Wintergetreide hat mittlerweile das Entwicklungsstadium 29 erreicht und viele Getreideherbizide dürfen nicht mehr eingesetzt werden. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (da)
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