Herbstaussaat in Russland wird schwierig

Die anhaltende Hitze in weiten Teilen Russlands sorgt für Diskussionen, in welchem Umfang Wintergetreide ausgesät werden kann. Die Regierung erwartet einen Rückgang. Eine Verringerung der Wintergetreideaussaat um bis zu 6 Mio. ha erwartet der stellvertretende Ministerpräsident Viktor Subkow, meldet die Nachrichtenagentur AKP-Inform. Diese Flächen würden dann erst im Frühjahr 2011 bestellt. In den beiden Vorjahren sind nach Angaben Subkows in Russland auf rund 18,5 Mio. ha Wintergetreide ausgesät worden. Es handelte sich allerdings um Ausnahmejahre mit günstigen Aussaatbedingungen. Im Fünfjahresdurchschnitt beträgt die russische Herbstaussaatfläche etwa 16,5 Mio. ha.

Die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO hatte vor Kurzem Besorgnis wegen der russischen Herbstbestellung geäußert, weil die Weltmärkte zunehmend auf das Angebot aus der Schwarzmeerregion angewiesen sind. Die FAO sieht in der laufenden Saison 2010/11 allerdings keine Versorgungsengpässe. (db)
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