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Das Ende November auf der portugiesischen Azoreninsel BSE-positiv getestete Milchrind stammt nicht von dem angenommenen Muttertier aus Sachsen-Anhalt ab. Wie das Landwirtschaftsministerium des Bundeslandes mitteilt, wird nach einer Genanalyse eine Verwandtschaft des Tieres mit dem ermittelten Muttertier aus Sachsen-Anhalt und dem Vatertier aus Niedersachsen ausgeschlossen. Das habe eine Untersuchung des Veterinärmedizinischen Instituts der Universität Göttingen ergeben. Hier wurden Blut-, Haar- und Gewebeproben der mutmaßlichen Elterntiere mit dem Stammhirn des BSE-positiv getesteten Tieres verglichen. Vier genetische Kriterien stimmten nicht überein; eine Verwandtschaft werde bereits bei zwei nicht übereinstimmenden Kriterien ausgeschlossen, erklärt das Landwirtschaftsministerium.
Außerdem teilt das Ministerium mit, dass es seit vergangenem Montag verstärkt das Verfütterungsverbot von Tiermehl kontrolliere und dabei bei einer hohen Anzahl von Proben Tiermehlbestandteile registriert habe. Die rechtswidrige Tiermehlverwendung werde in Sachsen-Anhalt nun strikt kontrolliert und mit Bußgeldern geahndet. (ED)
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