Herstellung von Melasseschnitzeln in Deutschland streng kontrolliert

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In Deutschland könnten Melasseschnitzel nicht zu den gleichen Problemen im Milchviehstall führen wie jüngst in Belgien. Dies erklärte gestern der Verein der Zuckerindustrie in Bonn. Zwar würden Kalziumsalze zugesetzt, um die Pressfähigkeit der Schnitzel zu verbessern. Laut Futtermittelverordnung dürften aber nur höchstens drei Prozent zusätzliche Einzelfuttermittel aus Prozess technischen Gründen hinzu gefügt werden. Dies würde auch streng kontrolliert, weshalb es in Deutschland noch nie einen Zwischenfall mit Kalzium haltigen Salzen gegeben habe. In Belgien verweigerten kürzlich Milchkühe in einem Betrieb die Aufnahme von Pressschnitzeln, was auf einen erhöhten Anteil von Kalziumsulfat (Gips) zurück geführt wird. Außerdem starben in einem anderen Betrieb Milchkühe an Botulismus, wobei fehlerhaft produzierte Melasseschnitzel als Ursache vermutet werden.(Mö)
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