Die hessischen Bauern fahren in diesem Sommer weniger Gerste und wohl auch weniger Weizen ein, insbesondere in Südhessen. Die Ertragseinbußen für Wintergerste liegen laut dem Hessischen Bauernverband zwischen 5 und 15 Prozent. Rund 65 dt/ha wurde an Wintergerste im Schnitt geerntet. Der Ertrag liegt damit unter dem Vorjahr mit 68 dt/ha. Dennoch sind die Landwirte sowohl mit der Qualität als auch mit den Erträgen "einigermaßen zufrieden", erklärte Friedhelm Schneider, der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, heute vor Journalisten in Rodgau-Dudenhofen. Nur der Proteingehalt ist niedriger als in den Vorjahren. Auch bei der zum Großteil noch bevorstehenden Weizenernte wird mit Ertragseinbußen in gleicher Größenordnung oder höher gerechnet. „Was weniger an Erträgen geerntet wird, wird durch höhere Preise wettgemacht", zeigt sich Schneider überzeugt. Insgesamt falle die Ernte zufriedenstellend aus.

Weizen in Hessen ist noch weitgehend auf dem Halm und die Ernte wird sich weiter hinauszögern. Der Bauernverband erwartet im Schnitt einen Hektarertrag von 75 dt. Im Vorjahr wurden rund 78 dt/ha geerntet. Bis jetzt gehen die Landwirte noch von guten bis mittleren Qualitäten aus, so Schneider. Die Fallzahlen werden wohl unter 200 Sek. liegen. Eine weitere Verzögerung der Ernte könnte die Qualität aber noch negativ beeinflussen. Bei den Zuckerrüben wird mit guten Erträgen gerechnet, die im Durchschnitt der Vorjahre liegen. (emb)
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